Das Sportgericht hat entschieden, doch HERTHA BSC will die Entscheidung nicht akzeptieren und in Berufung gehen. Ein einfach nur peinliches Verhalten der HERTHA-Führung, die damit - wie schon mit der Anrufung des Sportgerichts - einfach nur ihre Hilflosigkeit offenbart.
Die Ausrede, durch die Unterbrechung sei HERTHA in irgendeiner Weise geschwächt worden, ist die faulste aller Zeiten. Schließlich war die erste Unterbrechung auf HERTHA-Fans zurückzuführen, die Bengalische Feuer abbrannten. Auch dass die Spieler Angst gehabt hätten kann nur als Ausrede gelten, Angst müssten diese Spieler jetzt eher in Berlin haben.
Mit Spielern, die Angst vorm Ball haben, kann man halt keinen Pott gewinnen. Zwei Trainern wurde in dieser Saison die Schuld an dem Debakel gegeben, beide wurden ausgetauscht. Hierbei möchte ich zu bedenken geben, dass es nicht die Trainer sind, die auf dem Feld spielen, sondern hoch bezahlte Spieler, die offenbar jedoch unter absolutem Motivationmangel litten. Es waren die Spieler, die den Abstieg geschafft haben. Es waren die Spieler, die eine grottenschlechte Saison spielten. Der Abstieg war verdient, und dass sollte die HERTHA-Führung endlich akzeptieren, die Mannschaft neu aufbauen und in der nächsten Saison wieder alles für den Aufstieg tun.
Derzeit jedoch erinnert die HERTHA-Führung eher an einen kleinen, heulenden Jungen, der mit dem Fuß aufstampft und schreit "Ich will nicht!!!". Nach einer peinlichen Saison soll es nun ein noch peinlicheres Nachspiel geben. Was die Spieler nicht geschafft haben sollen nun Gerichte entscheiden. Fußball am grünen Tisch. Ohne Fankurve und Fußballschlachtrufe. Fußball ohne das wichtigste: die Fans.
Sollte es tatsächlich ein neues Spiel geben, wäre das gegenüber der FORTUNA eine Himmelschreiende Ungerechtigkeit. Es sei denn, man spielt wirklich nur die fehlenden ein oder zwei Minuten. Und daran glaube ich nicht, der Aufwand wäre einfach zu groß. Die HERTHA-Führung sollte einfach Ruhe geben und vielleicht den Fehler mal bei sich selbst als bei den Trainern suchen. Und vor allem die Spieler besser motivieren, vielleicht, indem bei verlorenen Spielen das Gehalt gekürzt wird.
Ich selbst bin Berliner. Und ich bin enttäuscht von unserer HERTHA. Enttäuscht vor allem vom jetzigen Verhalten der Führung. Einer Führung, bei der die Fans bereits seit Jahren schon den einen oder anderen ausgetauscht sehen wollen.
Dienstag, 22. Mai 2012
Mittwoch, 9. Mai 2012
Politiker schockiert über dass, was der normale Bürger schon lange wusste
"Deutschland wird am Hindukusch verteidigt." Wie dumm dieser von der Springerpresse verbreitete Satz war, der im Dezember 2002 angeblich von Peter Struck geäußert wurde, war sofort jedem normal denkenden Bürger klar. Trotzdem steht immer noch das Wörtchen "angeblich" in der Luft, denn der Satz, den er wirklich sagte hieß: „Die Sicherheit der Bundesrepublik Deutschland wird auch am Hindukusch verteidigt.“ Somt ist dieser Satz gar nicht mehr dumm, denn da ist das entscheidende Wörtchen "auch" drin und man erfährt, dass es um die "Sicherheit der Bundesrepublik Deutschland" geht.
So weit, so gut. Seit zwei Jahren wird die Europäische Union in Griechenland verteidigt. Seit zwei Jahren werden verantwortungslose Politiker nicht müde, den unmündigen Bürger mit der großen Lüge der "Alternativlosigkeit" diverser Rettungspakete auf Kosten aller europäischen Steuerzahler hinzuhalten.
Allen voran Frau Merkel und Co. Die haben es doch tatsächlich geschafft, den Griechen Sparpakete abzuverlangen, die ausschließlich den kleinen Mann und die kleine Frau in Griechenland treffen, nicht jedoch diejenigen, die ihre Millionen jetzt ins Ausland schaffen, Steuerlöcher nutzen können und auch sonst auf der griechischen Sonnenseite stehen und das Leben bei Champagner und Kaviar genießen.
Als daraufhin in Athen soziale Krawalle ausbrachen forderte man die griechische Regierung auf, schnell wieder für Ruhe zu sorgen. Soviel erst mal zur Vorgeschichte einer Wahl, deren Ausgang die Politiker zwar befürchtet, nicht aber so erwartet haben. Die unteren Volksmassen beginnen zu denken und lassen sich nicht zum Wohle derer auspressen, die die eigentlichen Gewinner der Europäischen Union sind: die internationalen Konzerne, Spekulanten und Banken.
Und auch was der normale Bürger heute schon weiß wird bald wieder die Politiker schockieren: Die Einsicht, dass eine ständige Vergrößerung der Europäischen Union nicht immer ein Segen ist, sondern zu Lasten der Bürger geht. Aber das sehen unsere "Volksvertreter" heute noch nicht. Wie sonst hätten diese notorisch meineidigen Seilschaftspfleger es fertig bringen können, mitten in der europäischen Krise auch noch Bulgarien und Rumänien in die EU zu holen, Länder, die vom europäischen Standard so weit weg sind wie die Erde zum nächsten Sonnensystem? Hier geht es ganz offensichtlich um die Interessen der Wirtschaft, werden doch damit bürokratische Hürden verringert und der Konkurrenzkampf der europäischen Arbeiter untereinander angekurbelt.
Wo allerdings die Gegensätze zwischen Arm und Reich zu krass aufeinanderprallen kann es zu solchen Gewaltausbrüchen kommen. Das hat man auch in Paris und London gesehen. In Europa wird man sich an die Bilder solcher Straßenschlachten gewöhnen müssen, bis "die da oben" endlich mal umdenken und ihre soziale Verantwortung wiederentdecken.
Die Griechen haben mit Alexis Tsipras, Chef der linksradikalen Syriza-Partei, einen Mann auf den zweiten Platz der Wahlergebnisse geholt, der die Annulierung aller Sparpläne plant und auch alle Schulden neu verhandeln will. Auf gut Deutsch: Der Mann plant nichts anderes, als die Interessen des griechischen Volkes zu vertreten. Also seinen Job, für den er gewählt wurde, zugunsten aller Bürger zu erledigen, nicht nur für einen kleinen Teil.
Ist es dass, was derzeit unsere Politiker aufschrecken lässt? Das Wissen, dass sie jeden Tag gegen ihr Volk regieren, sondern alles dafür tun, dass die Armen noch ärmer, die Reichen jedoch noch reicher werden? Dass sie ihrem Wählerauftrag nicht gerecht werden? Die Erkenntnis, dass man doch nicht so fest im Sattel sitzt? Die Erkenntnis, dass in Europa derzeit ein Wandel stattfindet, den sie mit ihren Lügen nicht mehr steuern können? Die Angst davor, zum Teufel gejagt zu werden? Die Angst, dass die ganzen schon gezahlten Hilfsgelder endgültig verloren sind?
Die Erfolge der Piraten in Deutschland, die bei allen etablierten Parteien fischen, obwohl sie noch keinerlei Erfahrung haben, zeigt, dass es in diese Richtung geht. Neulich meinte ein Bekannter, dass nur Deppen diese Partei wählen würden. Nun: Dann bin ich halt einer dieser Deppen. Aber ich stehe dazu, dass Politik endlich transparent und nachvollziehbar sein muss. Ich will keine Überwachung meiner Person immer und überall. Ich will nicht schon terrorverdächtig sein nur weil ich beim Fasching mal einen Turban aufsetze. Und vor allem will ich, dass Politiker nicht Klientelpolitik betreiben und wie zum Beispiel ein Herr Gerhard Schröder gleich nach ihrem Ausscheiden aus der Politik bereits einen Chefposten bei Gazprom besetzen können. Ja, ich rede vom "Demokraten" Schröder, der einer der besten Freunde eines gewissen Herrn Putin ist, der mit aller Gewalt Demonstrationen für mehr Demokratie niederknüppeln lässt und in stalinistischer Art und Weise sein Volk niederdrückt. Zur Erinnerung: Demokratie kommt aus dem Griechischen und bedeutet Volksherrschaft (Demos = Volk; Kratia = Herschaft).
Nein. Der normale Bürger weiß, dass in der Europäischen Union und in Deutschland einiges extrem schief läuft. Aber erst, wenn er sich mit geballter Ladung Luft macht, werden es unsere "Volksvertreter" merken und wieder sehr erstaunt und schockiert sein. Doch egal wie, die Ursachen dafür werden sie woanders suchen, nur nicht in der Politik und deren Verflechtung mit der Wirtschaft.
So weit, so gut. Seit zwei Jahren wird die Europäische Union in Griechenland verteidigt. Seit zwei Jahren werden verantwortungslose Politiker nicht müde, den unmündigen Bürger mit der großen Lüge der "Alternativlosigkeit" diverser Rettungspakete auf Kosten aller europäischen Steuerzahler hinzuhalten.
Allen voran Frau Merkel und Co. Die haben es doch tatsächlich geschafft, den Griechen Sparpakete abzuverlangen, die ausschließlich den kleinen Mann und die kleine Frau in Griechenland treffen, nicht jedoch diejenigen, die ihre Millionen jetzt ins Ausland schaffen, Steuerlöcher nutzen können und auch sonst auf der griechischen Sonnenseite stehen und das Leben bei Champagner und Kaviar genießen.
Als daraufhin in Athen soziale Krawalle ausbrachen forderte man die griechische Regierung auf, schnell wieder für Ruhe zu sorgen. Soviel erst mal zur Vorgeschichte einer Wahl, deren Ausgang die Politiker zwar befürchtet, nicht aber so erwartet haben. Die unteren Volksmassen beginnen zu denken und lassen sich nicht zum Wohle derer auspressen, die die eigentlichen Gewinner der Europäischen Union sind: die internationalen Konzerne, Spekulanten und Banken.
Und auch was der normale Bürger heute schon weiß wird bald wieder die Politiker schockieren: Die Einsicht, dass eine ständige Vergrößerung der Europäischen Union nicht immer ein Segen ist, sondern zu Lasten der Bürger geht. Aber das sehen unsere "Volksvertreter" heute noch nicht. Wie sonst hätten diese notorisch meineidigen Seilschaftspfleger es fertig bringen können, mitten in der europäischen Krise auch noch Bulgarien und Rumänien in die EU zu holen, Länder, die vom europäischen Standard so weit weg sind wie die Erde zum nächsten Sonnensystem? Hier geht es ganz offensichtlich um die Interessen der Wirtschaft, werden doch damit bürokratische Hürden verringert und der Konkurrenzkampf der europäischen Arbeiter untereinander angekurbelt.
Wo allerdings die Gegensätze zwischen Arm und Reich zu krass aufeinanderprallen kann es zu solchen Gewaltausbrüchen kommen. Das hat man auch in Paris und London gesehen. In Europa wird man sich an die Bilder solcher Straßenschlachten gewöhnen müssen, bis "die da oben" endlich mal umdenken und ihre soziale Verantwortung wiederentdecken.
Die Griechen haben mit Alexis Tsipras, Chef der linksradikalen Syriza-Partei, einen Mann auf den zweiten Platz der Wahlergebnisse geholt, der die Annulierung aller Sparpläne plant und auch alle Schulden neu verhandeln will. Auf gut Deutsch: Der Mann plant nichts anderes, als die Interessen des griechischen Volkes zu vertreten. Also seinen Job, für den er gewählt wurde, zugunsten aller Bürger zu erledigen, nicht nur für einen kleinen Teil.
Ist es dass, was derzeit unsere Politiker aufschrecken lässt? Das Wissen, dass sie jeden Tag gegen ihr Volk regieren, sondern alles dafür tun, dass die Armen noch ärmer, die Reichen jedoch noch reicher werden? Dass sie ihrem Wählerauftrag nicht gerecht werden? Die Erkenntnis, dass man doch nicht so fest im Sattel sitzt? Die Erkenntnis, dass in Europa derzeit ein Wandel stattfindet, den sie mit ihren Lügen nicht mehr steuern können? Die Angst davor, zum Teufel gejagt zu werden? Die Angst, dass die ganzen schon gezahlten Hilfsgelder endgültig verloren sind?
Die Erfolge der Piraten in Deutschland, die bei allen etablierten Parteien fischen, obwohl sie noch keinerlei Erfahrung haben, zeigt, dass es in diese Richtung geht. Neulich meinte ein Bekannter, dass nur Deppen diese Partei wählen würden. Nun: Dann bin ich halt einer dieser Deppen. Aber ich stehe dazu, dass Politik endlich transparent und nachvollziehbar sein muss. Ich will keine Überwachung meiner Person immer und überall. Ich will nicht schon terrorverdächtig sein nur weil ich beim Fasching mal einen Turban aufsetze. Und vor allem will ich, dass Politiker nicht Klientelpolitik betreiben und wie zum Beispiel ein Herr Gerhard Schröder gleich nach ihrem Ausscheiden aus der Politik bereits einen Chefposten bei Gazprom besetzen können. Ja, ich rede vom "Demokraten" Schröder, der einer der besten Freunde eines gewissen Herrn Putin ist, der mit aller Gewalt Demonstrationen für mehr Demokratie niederknüppeln lässt und in stalinistischer Art und Weise sein Volk niederdrückt. Zur Erinnerung: Demokratie kommt aus dem Griechischen und bedeutet Volksherrschaft (Demos = Volk; Kratia = Herschaft).
Nein. Der normale Bürger weiß, dass in der Europäischen Union und in Deutschland einiges extrem schief läuft. Aber erst, wenn er sich mit geballter Ladung Luft macht, werden es unsere "Volksvertreter" merken und wieder sehr erstaunt und schockiert sein. Doch egal wie, die Ursachen dafür werden sie woanders suchen, nur nicht in der Politik und deren Verflechtung mit der Wirtschaft.
Salafisten ausweisen - die völlig falsche Wahlkampfpolemik. Eine Analyse
Bundesinnenminister Friedrich will prüfen, ob man denn einzelne radikale Salafisten ausweisen und deren Vereine verbieten kann. Die selbe Forderung kommt von der CSU.
Dieser Schritt wäre theoretisch sehr zu begrüßen, ist allerdings nicht wirklich machbar. Die Forderung führender Politiker danach ist daher derzeit eher als billige Wahlkampfpolemik zu sehen. Es stehen nun mal Wahlen in NRW an, dem Bevölkerungsreichsten Bundesland Deutschlands. Es sind also entscheidende, richtungsweisende Wahlen.
Es ist ein heikles Thema. Würde man gewalttätige Salafisten ausweisen wäre das ein später Triumph für alle rechten Parteien, nennen sie sich Pro NRW, Pro Deutschland, NPD, DVU oder Reichsbürger. Und man würde damit Parteien und deren Mitgliedern Recht geben, die genauso gegen das Grundgesetz und die demokratischen Werte sind wie die islamistischen Extremisten, die es sich leisten können, kostenlose Korane zu verteilen, aber scheinbar kein Geld für Rasierer haben.
Erschwerend kommt hinzu, dass die Durchführung dieser Forderung daran scheitern dürfte, dass die Mehrheit dieser islamistischen Extremisten die deutsche Staatsbürgerschaft besitzt und sogar hier geboren wurde. Wohin also soll man sie abschieben?
Es ist keine Frage: Wer in Deutschland Straftaten begeht, gehört vor Gericht und abgestraft. Ohne Rücksicht auf die Hautfarbe oder die Religion. Wenn es ein Tourist ist, muss er danach abgeschoben werden undd - je nach Härte der Straftat - mit einem Einreiseverbot belegt werden. Genau dieses aber ist durch die Grenzöffnungen in der Europäischen Union gar nicht mehr sichergestellt.
Da die Salafisten, die sich die Auseinandersetzungen mit der Polizei geliefert haben aber keine Touristen sind, gehören sie mit aller möglichen Härte abgestraft. Nicht diese Wischi-Waschi-Urteile der Vergangenheit, bei denen die Richter mehr Angst als Vaterlandsliebe hatten. Hier geht es wirklich um die Sicherheit auch der friedlich in Deutschland lebenden Bürger muslimischen Glaubens. Hier geht es um den Respekt vor der jeweils anderen Religion. Man kann nicht in Deutschland leben und die Christen verdammen. Man kann nicht auf die Vorherrschaft einer (Minderheiten)Religion pochen.
Allerdings denke ich, dass sich Salafisten auch nicht wirklich integrieren wollen. Die meisten Muslime in Deutschland leben friedlich, wollen einfach nur ihr Geld verdienen und waren sicherlich von den Fernsehbildern auch nicht sehr angetan, auch nicht davon, dass zwei Polizisten sehr schwer verletzt wurden. Pro NRW hat - man muss es ihnen lassen - den bisher effektivsten Wahlkampf geführt. Sie haben bereits vor der Wahl eine Debatte losgetreten, die nach der Wahl noch einige Wochen fortgesetzt werden wird, bis sie langweilig wird und im Sande verläuft. Sie haben die Debatte wieder auf den Tisch gebracht, ob sich muslimische Menschen genug integrieren und ob sie nicht eigentlich alle abgeschoben werden müssten.
Das perverse an der Sache ist, dass es offensichtlich kaum einen rechts orientierten Menschen gibt, der auch nur ansatzweise eine Ahnung hat, dass Männer wie Heinrich Himmler für die "ideologische Verbundenheit des Nationalsozialismus' mit dem Islam" schwärmten, oder dass es muslimische SS-Divisionen gab.
Anders herum wissen scheinbar die wenigsten, die behaupten, der Koran sei gewalttätig, dass im alten Testament, welches ja Bestandteil der Bibel ist, unser "Lieber Gott" ständig damit beschäftigt war irgendwen umzubringen, weil er wieder mal sauer war. Zweimal sogar ganze Städte. Im alten Testament steht mehr vom Töten als im gesamten Koran.
Aber zurück zum Thema: Mit den Salafisten ist es das gleiche wie mit den Nazis: Hier hilft es nur, wenn sich die Gesellschaft aktiv mit ihnen auseinandersetzt, ihre Auslegungen und ihre Propaganda widerlegt und ihre potentiellen Mitglieder darin unterstützt, den Unsinn zu erkennen, den diese rückwärts gewandte Lehre verbreitet. Und genauso wie man Aussteigern der Naziszene hilft, muss mann auch den Salafistenaussteigern helfen. Hierbei werden wir alle Hilfe unserer aufgeklärten muslimischen Mitbürger brauchen. Und wir werden sie sicher auch bekommen. Und bekommen sie bereits.
Dieser Schritt wäre theoretisch sehr zu begrüßen, ist allerdings nicht wirklich machbar. Die Forderung führender Politiker danach ist daher derzeit eher als billige Wahlkampfpolemik zu sehen. Es stehen nun mal Wahlen in NRW an, dem Bevölkerungsreichsten Bundesland Deutschlands. Es sind also entscheidende, richtungsweisende Wahlen.
Es ist ein heikles Thema. Würde man gewalttätige Salafisten ausweisen wäre das ein später Triumph für alle rechten Parteien, nennen sie sich Pro NRW, Pro Deutschland, NPD, DVU oder Reichsbürger. Und man würde damit Parteien und deren Mitgliedern Recht geben, die genauso gegen das Grundgesetz und die demokratischen Werte sind wie die islamistischen Extremisten, die es sich leisten können, kostenlose Korane zu verteilen, aber scheinbar kein Geld für Rasierer haben.
Erschwerend kommt hinzu, dass die Durchführung dieser Forderung daran scheitern dürfte, dass die Mehrheit dieser islamistischen Extremisten die deutsche Staatsbürgerschaft besitzt und sogar hier geboren wurde. Wohin also soll man sie abschieben?
Es ist keine Frage: Wer in Deutschland Straftaten begeht, gehört vor Gericht und abgestraft. Ohne Rücksicht auf die Hautfarbe oder die Religion. Wenn es ein Tourist ist, muss er danach abgeschoben werden undd - je nach Härte der Straftat - mit einem Einreiseverbot belegt werden. Genau dieses aber ist durch die Grenzöffnungen in der Europäischen Union gar nicht mehr sichergestellt.
Da die Salafisten, die sich die Auseinandersetzungen mit der Polizei geliefert haben aber keine Touristen sind, gehören sie mit aller möglichen Härte abgestraft. Nicht diese Wischi-Waschi-Urteile der Vergangenheit, bei denen die Richter mehr Angst als Vaterlandsliebe hatten. Hier geht es wirklich um die Sicherheit auch der friedlich in Deutschland lebenden Bürger muslimischen Glaubens. Hier geht es um den Respekt vor der jeweils anderen Religion. Man kann nicht in Deutschland leben und die Christen verdammen. Man kann nicht auf die Vorherrschaft einer (Minderheiten)Religion pochen.
Allerdings denke ich, dass sich Salafisten auch nicht wirklich integrieren wollen. Die meisten Muslime in Deutschland leben friedlich, wollen einfach nur ihr Geld verdienen und waren sicherlich von den Fernsehbildern auch nicht sehr angetan, auch nicht davon, dass zwei Polizisten sehr schwer verletzt wurden. Pro NRW hat - man muss es ihnen lassen - den bisher effektivsten Wahlkampf geführt. Sie haben bereits vor der Wahl eine Debatte losgetreten, die nach der Wahl noch einige Wochen fortgesetzt werden wird, bis sie langweilig wird und im Sande verläuft. Sie haben die Debatte wieder auf den Tisch gebracht, ob sich muslimische Menschen genug integrieren und ob sie nicht eigentlich alle abgeschoben werden müssten.
Das perverse an der Sache ist, dass es offensichtlich kaum einen rechts orientierten Menschen gibt, der auch nur ansatzweise eine Ahnung hat, dass Männer wie Heinrich Himmler für die "ideologische Verbundenheit des Nationalsozialismus' mit dem Islam" schwärmten, oder dass es muslimische SS-Divisionen gab.
Anders herum wissen scheinbar die wenigsten, die behaupten, der Koran sei gewalttätig, dass im alten Testament, welches ja Bestandteil der Bibel ist, unser "Lieber Gott" ständig damit beschäftigt war irgendwen umzubringen, weil er wieder mal sauer war. Zweimal sogar ganze Städte. Im alten Testament steht mehr vom Töten als im gesamten Koran.
Aber zurück zum Thema: Mit den Salafisten ist es das gleiche wie mit den Nazis: Hier hilft es nur, wenn sich die Gesellschaft aktiv mit ihnen auseinandersetzt, ihre Auslegungen und ihre Propaganda widerlegt und ihre potentiellen Mitglieder darin unterstützt, den Unsinn zu erkennen, den diese rückwärts gewandte Lehre verbreitet. Und genauso wie man Aussteigern der Naziszene hilft, muss mann auch den Salafistenaussteigern helfen. Hierbei werden wir alle Hilfe unserer aufgeklärten muslimischen Mitbürger brauchen. Und wir werden sie sicher auch bekommen. Und bekommen sie bereits.
Donnerstag, 26. April 2012
Überwachungsstaat - wirklich ein Übel?
Also ein Überwachungsstaat hätte doch auch sein Gutes, zumindest wenn
ich das managen würde: Die Arbeitslosen müssten sich gegenseitig wegen
Sozialbetrug bespitzeln, nur wer im Monat 10 Sozialbetrüger meldet
bekommt sein Geld. Sozialkassen entlastet. Die zuständigen Mitarbeiter
bei der ARGE hätten mehr Zeit, Ihren eigentlichen Verpflichtungen
nachzukommen.
Ansonsten werden die fähigsten Arbeitslosen dem Verfassungsschutz unterstellt, selbstverständlich über eine Zeitarbeitsfirma für 3,25 Euro/h, und übernehmen den größten Teil der Polizeiarbeit. Damit haben die Beamten der Polizei endlich mal Zeit, ihren Papierkrieg zu erledigen und regeln nebenher nur doch den Verkehr.
Um die Rentenkassen zu entlasten werden die Renten drastisch gesenkt. Die Rentner können sie auf (zu versteuernder) Provisionsbasis aufbessern, indem sie falsch parkende Fahrzeuge oder Hundehaufensünder zur Anzeige bringen. Hier schließt sich dann der Kreislauf: Der Rentner zeigt an, der Polizist nimmt auf, der bei der Zeitarbeit angestellte, jedoch für den Verfassungsschutz arbeitende Arbeitslose (der ja nun nicht mehr arbeitslos ist) geht dem ganzen nach, ermittelt den Sünder, übergibt den Papierkrieg dem Polizisten, der meldet dem Finanzamt und der Rentenkassen die dem Rentner auszuzahlende Provision und alle sind Glücklich.
Ein Überwachungsstaat hat doch was für sich.
Und für die, die mich nicht kennen: Hierbei handelt es sich um reine Ironie, auch wenn manche Europapolitiker es gern so hätten!!!
Ansonsten werden die fähigsten Arbeitslosen dem Verfassungsschutz unterstellt, selbstverständlich über eine Zeitarbeitsfirma für 3,25 Euro/h, und übernehmen den größten Teil der Polizeiarbeit. Damit haben die Beamten der Polizei endlich mal Zeit, ihren Papierkrieg zu erledigen und regeln nebenher nur doch den Verkehr.
Um die Rentenkassen zu entlasten werden die Renten drastisch gesenkt. Die Rentner können sie auf (zu versteuernder) Provisionsbasis aufbessern, indem sie falsch parkende Fahrzeuge oder Hundehaufensünder zur Anzeige bringen. Hier schließt sich dann der Kreislauf: Der Rentner zeigt an, der Polizist nimmt auf, der bei der Zeitarbeit angestellte, jedoch für den Verfassungsschutz arbeitende Arbeitslose (der ja nun nicht mehr arbeitslos ist) geht dem ganzen nach, ermittelt den Sünder, übergibt den Papierkrieg dem Polizisten, der meldet dem Finanzamt und der Rentenkassen die dem Rentner auszuzahlende Provision und alle sind Glücklich.
Ein Überwachungsstaat hat doch was für sich.
Und für die, die mich nicht kennen: Hierbei handelt es sich um reine Ironie, auch wenn manche Europapolitiker es gern so hätten!!!
Montag, 9. April 2012
Günther Grass oder die hohen Wogen des Protests
Israel hat ihn abgestraft. Günther Grass hat ein Einreiseverbot erhalten. Eine kindische Reaktion auf ein Gedicht, in dem der Staat Israel angegriffen wird. Günther Grass hat inzwischen festgestellt, dass er das Gedicht wohl doch besser anders formuliert hätte. Ihm ging es um Kritik an Netanjahu, der ja wohl derzeit wirklich der Elefant im Porzellanladen ist und durch sein Säbelrasseln gegenüber dem Iran nicht unbedingt zum Weltfrieden beiträgt. Das kann er machen weil er weiß, dass er im Ernstfall auf die Militärmacht USA zählen kann, die ja sowieso schon Truppen in der Region hat. Und auf die Zustimmung und Waffenlieferungen Deutschlands könnte er aus geschichtlichen Gründen ebenfalls rechnen.
Doch jetzt sind sie wieder mal auf den Plan gerufen: Die ewigen Gutmenschen. Nun bekommt Grass seine Jahrelang erfolgreich geheimgehaltene Mitgliedschaft in der verbrecherischsten Organisation der menschlichen Geschichte aufs Brot geschmiert. Sicher, Grass hatte andere immer für ihre Vergangenheit angezählt, war also nicht ehrlich und hat ebenfalls auf Gutmensch gemacht. Und nun schreibt er dieses unsägliche Gedicht, wird wieder in die braune Ecke gedrängt und als Antisemit beschimpft.
Hierbei übersehen diese Gutmenschen nur eins: dass jüdische Menschen den Semitismus scheinbar für sich gepachtet haben, zumindest im europäischen und amerikanischen Verständnis. Ihn als Antisemit zu bezeichnen ignoriert irgendwie die Palästinenser, die Syrer, die Araber und nicht zuletzt auch die Iraner, die ja auch Semiten sind. Liebe Gutmenschen, Ihr seid also auch Antisemiten.
Grass hat eigentlich nur versucht, auf die instabile Lage in der Region aufmerksam zu machen. Zugegebener Weise mit einer sehr unglücklichen Wortwahl. Aber seien wir doch mal ehrlich: Wie viele von denen, die sich jetzt über den Literaturnobelpreisträger Grass aufregen, haben sich vorher genauso über Netanjahus aggressive Politik echauffiert? Haben die sich da auch selbst als Antisemiten gesehen??? Schließlich will Israel den Iran und somit andere Semiten angreifen, werden Palästinenser - und somit ebenfalls Semiten - unterdrückt, ihre Häuser abgerissen... Die revanchieren sich dann wieder mit ein paar Granaten und somit werden dann plötzlich aus Semiten Antisemiten...
Wer von diesen "besseren" Menschen kann mir bitte in dem Gedicht mal zeigen, wo Günther Grass die Existenz des Staates Israel infrage stellt? Dafür stellt Netanjahu die Existenz des Iran infrage, wenn er mit einem Erstschlag droht. Und der Iran stellt schon traditionsgemäß die Existenz Israels in Abrede. Diese Tradition ist schon so alt, dass man sich wundern würde, wenn die plötzlich Händchen halten und sich lieb haben würden.
Fakt ist, dass Grass dass gemacht hat, was im Titel des Gedichtes steht: nämlich gesagt, was gesagt werden musste. Die Wogen, die das Gedicht aufgewühlt hat, werden nun nicht mehr so schnell zu glätten sein. Und ein Literaturnobelpreis schützt nicht vor Kritik, er verpflichtet eher dazu, noch mehr nachzudenken, was man veröffentlicht. Aber auch die Presse ist schuld an dem Desaster, scheinbar hat niemand den Mut gehabt zu sagen, dass Herr Grass das doch bitte noch mal überarbeiten sollte, dass das nach hinten losgehen könnte. Auch wenn man nur Netanjahu kritisieren will und nicht pauschal das ganze israelische Volk. Und auch wenn man es eigentlich gut mit Israel meint. Gute Freunde kritisieren und warnen vor Irrwegen. Israel übt Zensur.
Doch jetzt sind sie wieder mal auf den Plan gerufen: Die ewigen Gutmenschen. Nun bekommt Grass seine Jahrelang erfolgreich geheimgehaltene Mitgliedschaft in der verbrecherischsten Organisation der menschlichen Geschichte aufs Brot geschmiert. Sicher, Grass hatte andere immer für ihre Vergangenheit angezählt, war also nicht ehrlich und hat ebenfalls auf Gutmensch gemacht. Und nun schreibt er dieses unsägliche Gedicht, wird wieder in die braune Ecke gedrängt und als Antisemit beschimpft.
Hierbei übersehen diese Gutmenschen nur eins: dass jüdische Menschen den Semitismus scheinbar für sich gepachtet haben, zumindest im europäischen und amerikanischen Verständnis. Ihn als Antisemit zu bezeichnen ignoriert irgendwie die Palästinenser, die Syrer, die Araber und nicht zuletzt auch die Iraner, die ja auch Semiten sind. Liebe Gutmenschen, Ihr seid also auch Antisemiten.
Grass hat eigentlich nur versucht, auf die instabile Lage in der Region aufmerksam zu machen. Zugegebener Weise mit einer sehr unglücklichen Wortwahl. Aber seien wir doch mal ehrlich: Wie viele von denen, die sich jetzt über den Literaturnobelpreisträger Grass aufregen, haben sich vorher genauso über Netanjahus aggressive Politik echauffiert? Haben die sich da auch selbst als Antisemiten gesehen??? Schließlich will Israel den Iran und somit andere Semiten angreifen, werden Palästinenser - und somit ebenfalls Semiten - unterdrückt, ihre Häuser abgerissen... Die revanchieren sich dann wieder mit ein paar Granaten und somit werden dann plötzlich aus Semiten Antisemiten...
Wer von diesen "besseren" Menschen kann mir bitte in dem Gedicht mal zeigen, wo Günther Grass die Existenz des Staates Israel infrage stellt? Dafür stellt Netanjahu die Existenz des Iran infrage, wenn er mit einem Erstschlag droht. Und der Iran stellt schon traditionsgemäß die Existenz Israels in Abrede. Diese Tradition ist schon so alt, dass man sich wundern würde, wenn die plötzlich Händchen halten und sich lieb haben würden.
Fakt ist, dass Grass dass gemacht hat, was im Titel des Gedichtes steht: nämlich gesagt, was gesagt werden musste. Die Wogen, die das Gedicht aufgewühlt hat, werden nun nicht mehr so schnell zu glätten sein. Und ein Literaturnobelpreis schützt nicht vor Kritik, er verpflichtet eher dazu, noch mehr nachzudenken, was man veröffentlicht. Aber auch die Presse ist schuld an dem Desaster, scheinbar hat niemand den Mut gehabt zu sagen, dass Herr Grass das doch bitte noch mal überarbeiten sollte, dass das nach hinten losgehen könnte. Auch wenn man nur Netanjahu kritisieren will und nicht pauschal das ganze israelische Volk. Und auch wenn man es eigentlich gut mit Israel meint. Gute Freunde kritisieren und warnen vor Irrwegen. Israel übt Zensur.
Donnerstag, 5. April 2012
Wie mein Besuch nach Berlin kam oder von den Abenteuern einer Zugfahrt
Gestern, am vierten April, wollten meine zwei Kumpels zu mir kommen um heute meinen Geburtstag mit mir zu feiern. Das dies im Zeitalter von Handy, Internet und Deutscher Bahn, bzw der polnischen PKP durchaus in ein Abenteuer ausarten kann, sollte man eigentlich kaum glauben.
Um 12:03 Uhr sollte der Zug aus Warschau eigentlich am Berliner Ostbahnhof eintreffen. Wie gesagt: Sollte. Kurz vor 10:00 Uhr erhielt ich einen Anruf von meinem Kumpel Zygmunt, dass sich der Zug um wenigstens zwei Stunden Verspäten würde und ich solle nicht am Bahnhof warten, er ruft mich an, wenn sie in Frankfurt/Oder sind. Alles klar. Was ist denn passiert? Scheinbar hat sich jemand vor den Zug geworfen und nun könne es halt dauern.
Auf der Internetseite der Deutschen Bahn ist von der Verspätung noch nichts zu sehen, obwohl Zygmunt meinte, dass sie da schon fast eine Stunde stehen würden. Das hat die Internetseite der Deutschen Bahn erst eine weitere halbe Stunde mitbekommen. Ich rufe mal spaßenshalber bei der Auskunft der Bahn an, was denn da los sei (Ich wusste das ja schon) und bekam zur Auskunft, dass es sich um eine Verspätung im Ausland handelt und man mir daher keine Auskunft geben könne. Hier noch mal der Hinweis: Im Zeitalter von Handy, Internet und E-Mail findet zwischen zwei zusammenarbeitenden Firmen also kein Austausch von Informationen statt. Zu Ungunsten der Fahrgäste und denjenigen, die sie am Bahnhof abholen wollen.
Aber der Spaß geht noch weiter: Irgendwann stellte ich auf der Seite der Deutschen Bahn fest, dass der Zug sich um 190 Minuten verspäten würde. Natürlich ist weder die Deutsche Bahn noch die polnische PKP daran schuld, dass sich jemand unbedingt als Galionsfigur zur Verfügung stellen wollte. Die polnische PKP hat mein vollstes Verständnis dafür, dass sich der Zug deswegen verspätet hat. Mein Unverständnis trifft ausschließlich die deutsche Bahn, die nun ein komplettes Chaos anrichtete.
Als mein Kumpel anrief, sie seien nun in Frankfurt/Oder, fuhren Mutter, Daddy und ich los zum Ostbahnhof, um unsere Bekannten abzuholen. Ich hatte vorher extra noch mal auf der Internetseite der Deutschen Bahn nachgesehen, das stand definitiv Ostbahnhof und Gleis 7. Wir kamen am Ostbahnhof an, auf Gleis 7 war der Zug nicht als ankommend gemeldet. Auch nicht auf den anderen Gleisen. Also gehe ich zur Information, wo ich erfahre, dass der Zug in Berlin-Karlshorst endet. Auf meine Frage, warum es darüber keine Info oder Durchsagen gibt erhalte ich zur Antwort, dass sei gerade so entschieden worden.
Bei der derzeitigen Verkehrssituation in Berlin - die halbe S-Bahn fährt nicht - wäre es völlig utopisch zu glauben, man könnte es noch irgendwie schaffen, pünktlich nach Karlshorst zu kommen um die beiden dort vom Zug abzuholen. Also rufe ich vom Handy meinen Kumpel Zygmunt auf seiner polnischen!!! Handynummer an, um ihm mitzuteilen, dass sein Zug nicht am Ostbahnhof endet sondern in Karlshorst. Er wusste davon noch gar nichts und fragte daraufhin den Schaffner, ob diese Information richtig sei. Der Schaffner, der mit seiner Kollegin gerade seine Wochenendplanung besprach, meinte, dass diese Info absolut richtig sei, machte allerdings keinerlei Anstalten, in irgendeiner Form mal sämtliche Fahrgäste durch eine Durchsage zu informieren. Das tat er erst auf Drängen meines Bekannten.
Mein Verständnis für die Entscheidung derDeutschen Bahn, den Zug in Karlshorst enden zu lassen hält sich mit Blick des unter anderem auf die Deutsche Bahn selbst zurückzuführenden derzeitigen S-Bahnchaos in der Stadt arg in Grenzen.
Wir verabredeten uns mit unseren Bekannten am S-Bahnhof Alexanderplatz, da wir es zeitlich nicht geschafft hätten nach Karlshorst zu kommen.Kurz danach ahnte ich, was ich den beiden damit zumuten würde: Umsteigen in Ostkreuz und keine Info von welchem Bahnsteig es denn weitergehen würde, eine Odyssee über eine Baustelle ohne Ende. Aber Zygmunt kennt sich gut aus und hat es auch irgendwie geschafft, zum Alex zu kommen.
Wie gesagt: An der Verspätung ist die Deutsche Bahn nicht schuld. Meine Frage an die Verantwortlichen der Deutschen Bahn aber ist, warum man ständig die Preise erhöht aber nicht in der Lage ist, die Fargäste oder die auf die Fahrgäste Wartenden halbwegs vernünftig zu informieren. Warum lässt man einen Zug aus dem Ausland, in dem sich mit aller Wahrscheinlichkeit auch etliche Touristen befinden die noch nie in Berlin waren, nicht am eigentlichen Zielbahnhof, sondern außerhalb des S-Bahnringes in der Pampa enden und setzt somit absolut Ortsunkundige Personen bewusst dem aktuellen S-Bahnchaos aus?
Ich will nicht wissen, was Zygmunt und ich durch die völlig verfehlte Informationspolitik der Deutschen Bahn an Roaminggebühren zu zahlen haben werden. Die Deutsche Bahn jedenfalls ist einen Skandal reicher.
Um 12:03 Uhr sollte der Zug aus Warschau eigentlich am Berliner Ostbahnhof eintreffen. Wie gesagt: Sollte. Kurz vor 10:00 Uhr erhielt ich einen Anruf von meinem Kumpel Zygmunt, dass sich der Zug um wenigstens zwei Stunden Verspäten würde und ich solle nicht am Bahnhof warten, er ruft mich an, wenn sie in Frankfurt/Oder sind. Alles klar. Was ist denn passiert? Scheinbar hat sich jemand vor den Zug geworfen und nun könne es halt dauern.
Auf der Internetseite der Deutschen Bahn ist von der Verspätung noch nichts zu sehen, obwohl Zygmunt meinte, dass sie da schon fast eine Stunde stehen würden. Das hat die Internetseite der Deutschen Bahn erst eine weitere halbe Stunde mitbekommen. Ich rufe mal spaßenshalber bei der Auskunft der Bahn an, was denn da los sei (Ich wusste das ja schon) und bekam zur Auskunft, dass es sich um eine Verspätung im Ausland handelt und man mir daher keine Auskunft geben könne. Hier noch mal der Hinweis: Im Zeitalter von Handy, Internet und E-Mail findet zwischen zwei zusammenarbeitenden Firmen also kein Austausch von Informationen statt. Zu Ungunsten der Fahrgäste und denjenigen, die sie am Bahnhof abholen wollen.
Aber der Spaß geht noch weiter: Irgendwann stellte ich auf der Seite der Deutschen Bahn fest, dass der Zug sich um 190 Minuten verspäten würde. Natürlich ist weder die Deutsche Bahn noch die polnische PKP daran schuld, dass sich jemand unbedingt als Galionsfigur zur Verfügung stellen wollte. Die polnische PKP hat mein vollstes Verständnis dafür, dass sich der Zug deswegen verspätet hat. Mein Unverständnis trifft ausschließlich die deutsche Bahn, die nun ein komplettes Chaos anrichtete.
Als mein Kumpel anrief, sie seien nun in Frankfurt/Oder, fuhren Mutter, Daddy und ich los zum Ostbahnhof, um unsere Bekannten abzuholen. Ich hatte vorher extra noch mal auf der Internetseite der Deutschen Bahn nachgesehen, das stand definitiv Ostbahnhof und Gleis 7. Wir kamen am Ostbahnhof an, auf Gleis 7 war der Zug nicht als ankommend gemeldet. Auch nicht auf den anderen Gleisen. Also gehe ich zur Information, wo ich erfahre, dass der Zug in Berlin-Karlshorst endet. Auf meine Frage, warum es darüber keine Info oder Durchsagen gibt erhalte ich zur Antwort, dass sei gerade so entschieden worden.
Bei der derzeitigen Verkehrssituation in Berlin - die halbe S-Bahn fährt nicht - wäre es völlig utopisch zu glauben, man könnte es noch irgendwie schaffen, pünktlich nach Karlshorst zu kommen um die beiden dort vom Zug abzuholen. Also rufe ich vom Handy meinen Kumpel Zygmunt auf seiner polnischen!!! Handynummer an, um ihm mitzuteilen, dass sein Zug nicht am Ostbahnhof endet sondern in Karlshorst. Er wusste davon noch gar nichts und fragte daraufhin den Schaffner, ob diese Information richtig sei. Der Schaffner, der mit seiner Kollegin gerade seine Wochenendplanung besprach, meinte, dass diese Info absolut richtig sei, machte allerdings keinerlei Anstalten, in irgendeiner Form mal sämtliche Fahrgäste durch eine Durchsage zu informieren. Das tat er erst auf Drängen meines Bekannten.
Mein Verständnis für die Entscheidung derDeutschen Bahn, den Zug in Karlshorst enden zu lassen hält sich mit Blick des unter anderem auf die Deutsche Bahn selbst zurückzuführenden derzeitigen S-Bahnchaos in der Stadt arg in Grenzen.
Wir verabredeten uns mit unseren Bekannten am S-Bahnhof Alexanderplatz, da wir es zeitlich nicht geschafft hätten nach Karlshorst zu kommen.Kurz danach ahnte ich, was ich den beiden damit zumuten würde: Umsteigen in Ostkreuz und keine Info von welchem Bahnsteig es denn weitergehen würde, eine Odyssee über eine Baustelle ohne Ende. Aber Zygmunt kennt sich gut aus und hat es auch irgendwie geschafft, zum Alex zu kommen.
Wie gesagt: An der Verspätung ist die Deutsche Bahn nicht schuld. Meine Frage an die Verantwortlichen der Deutschen Bahn aber ist, warum man ständig die Preise erhöht aber nicht in der Lage ist, die Fargäste oder die auf die Fahrgäste Wartenden halbwegs vernünftig zu informieren. Warum lässt man einen Zug aus dem Ausland, in dem sich mit aller Wahrscheinlichkeit auch etliche Touristen befinden die noch nie in Berlin waren, nicht am eigentlichen Zielbahnhof, sondern außerhalb des S-Bahnringes in der Pampa enden und setzt somit absolut Ortsunkundige Personen bewusst dem aktuellen S-Bahnchaos aus?
Ich will nicht wissen, was Zygmunt und ich durch die völlig verfehlte Informationspolitik der Deutschen Bahn an Roaminggebühren zu zahlen haben werden. Die Deutsche Bahn jedenfalls ist einen Skandal reicher.
Sonntag, 5. Februar 2012
Offener Brief an die Russische Botschaft zum Veto bei der Syrien-Resolution
Sehr geehrte Damen und Herren,
ich halt viel von ihrem Volk. Nur leider immer weniger, eigentlich gar nichts von der russischen Regierung. Das Veto gegen die Syrienresolution ist an Zynismus und Menschenverachtung nicht mehr zu überbieten. Aber es war ja nichts anderes zu erwarten, herrscht doch auch in Russland alles andere als Demokratie. Auch in Russland werden Regimekritiker verfolgt und Repressalien ausgesetzt, in China, das mit gegen die Resolution gestimmt hat, ist es genau so.
Und sicher würden die russische und die chinesische Regierung bedenkenlos morden um ihre Macht zu erhalten. In Russland "verschwinden" schließlich permanent regimekritische Journalisten oder werden irgendwo tot aufgefunden.
Man sagt, eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus. Oder übersetzt: eine Diktatur fällt der anderen nicht in den Rücken. Da behauptet Russland, das Veto im Sicherheitsrat würde Moskau Zeit geben, Assad zum Rücktritt zu bewegen. Zynismus pur. Daran ist Moskau soviel gelegen wie dem Aal an der heißen Pfanne. Schließlich hat man ja gemeinsame Erfahrungen in Sachen Unterdrückung, Wahlbetrug und Rechtsbeugung. Und nicht zuletzt liefert Russland weiterhin fleißig Waffen an das Assad-Regime.
Die Regierungen Russlands und Chinas haben ihre Masken fallen lassen. Allerdings darf von dem, was darunter steckt, niemand überrascht sein. Und seien sie gewiss: Auch in Russland wird die Stunde der Opposition schlagen, Auch in Russland erkennen immer mehr Menschen, dass die an ihren Sesseln klebende Regierung, allen voran ein gewisser Herr Putin, aus Machtgeilheit Wahlen fälscht, Unrechtsurteile forciert (siehe Chodorkowski) und die Menschenrechte jeden Tag mit Füßen tritt.
Ich hoffe innig, der "Arabische Frühling" und mit ihm auch die syrische Revolution schwappen schnellst möglich auch mit voller Wucht auf Russland über.
Freundliche Grüße
ich halt viel von ihrem Volk. Nur leider immer weniger, eigentlich gar nichts von der russischen Regierung. Das Veto gegen die Syrienresolution ist an Zynismus und Menschenverachtung nicht mehr zu überbieten. Aber es war ja nichts anderes zu erwarten, herrscht doch auch in Russland alles andere als Demokratie. Auch in Russland werden Regimekritiker verfolgt und Repressalien ausgesetzt, in China, das mit gegen die Resolution gestimmt hat, ist es genau so.
Und sicher würden die russische und die chinesische Regierung bedenkenlos morden um ihre Macht zu erhalten. In Russland "verschwinden" schließlich permanent regimekritische Journalisten oder werden irgendwo tot aufgefunden.
Man sagt, eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus. Oder übersetzt: eine Diktatur fällt der anderen nicht in den Rücken. Da behauptet Russland, das Veto im Sicherheitsrat würde Moskau Zeit geben, Assad zum Rücktritt zu bewegen. Zynismus pur. Daran ist Moskau soviel gelegen wie dem Aal an der heißen Pfanne. Schließlich hat man ja gemeinsame Erfahrungen in Sachen Unterdrückung, Wahlbetrug und Rechtsbeugung. Und nicht zuletzt liefert Russland weiterhin fleißig Waffen an das Assad-Regime.
Die Regierungen Russlands und Chinas haben ihre Masken fallen lassen. Allerdings darf von dem, was darunter steckt, niemand überrascht sein. Und seien sie gewiss: Auch in Russland wird die Stunde der Opposition schlagen, Auch in Russland erkennen immer mehr Menschen, dass die an ihren Sesseln klebende Regierung, allen voran ein gewisser Herr Putin, aus Machtgeilheit Wahlen fälscht, Unrechtsurteile forciert (siehe Chodorkowski) und die Menschenrechte jeden Tag mit Füßen tritt.
Ich hoffe innig, der "Arabische Frühling" und mit ihm auch die syrische Revolution schwappen schnellst möglich auch mit voller Wucht auf Russland über.
Freundliche Grüße
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